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Aktuelles

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Maschinen und Moral 2018

Forschen, Lehren und Leben in digitalen Zeiten – Podiumsdiskussion mit Dr. Robert Habeck

Wie verändert die Digitalisierung die Gesellschaft? Haben Maschinen eine Moral? Über diese und andere Fragen wurde am 6. Februar mit Robert Habeck, Grünen-Chef und Minister für Digitalisierung in Schleswig-Holstein, im Audimax diskutiert.

Nach einem Grußwort von Uni-Präsidentin Gabriele Gillessen-Kaesbach und einem Kurzvortrag von Robert Habeck ging es in der Diskussionsrunde unter anderem um die Frage, was eigentlich der Unterschied zwischen Mensch und Maschine ist. "Ich sehe einen Unterschied, doch immer, wenn ich versuche ihn zu definieren, wird er eingerissen", sagte Habeck. Das Menschsein zu bemessen werde immer schwieriger. Zwar könne beispielsweise die Sterblichkeit als Merkmal gesehen werden, doch schon jetzt untersucht Google, was es braucht, um Unsterblichkeit erreichen zu können.

450 Zuschauer im Hörsaal

Christoph Rehmann-Sutter, Professor für Theorie und Ethik der Biowissenschaften an der Universität zu Lübeck, sagte, für ihn sei das Unterscheidungsmerkmal, dass ein Mensch von einer Mutter geboren werde, eine Maschine nicht. Bei einer Abstimmung in dem Hörsaal wurden schließlich auch die etwa 450 Zuhörer gefragt, ob es einen Unterschied zwischen Mensch und Maschine gebe. Die Mehrheit stimmte für "ja".

Dr. Christian Hoffmann, Studiengangskoordinator für das Fach Robotik und Autonome Systeme, betonte zudem die Verantwortung verschiedener Berufe. "Ich finde, Studierende müssen ethisch und moralisch begründen, was sie programmieren." An der Diskussionsrunde, die von Thomas Waldner, Projektleiter Crossmedia an der Uni Lübeck, moderiert wurde, nahmen außerdem Prof. Stefan Fischer und Prof. Andreas Schrader teil. Eine Zuschauerin kritisierte im Anschluss, dass keine Frau eingeladen wurde. Ein Student schrieb der Uni bei Facebook, dass ihm und seinen Kommilitonen der Abend sehr gefallen habe und sie sich in Zukunft über ähnliche Formate freuen würden. Später diskutierten viele Gäste im Foyer des Gebäudes weiter über das Thema.